Technologien des mobilen Internets

Noch vor wenigen Jahren schien das mobile Internet in Deutschland nicht so stark gefragt zu sein, wie in anderen Ländern – damals gab die Mehrheit der Deutschen an, der Internetzugang über den PC sei völlig ausreichend. Doch mittlerweile wird auch in der Bundesrepublik die Nachfrage nach der Möglichkeit, auch unterwegs im Netz surfen zu können, immer größer. Es werden zunehmend mehr Smartphones oder Tablet-PCs gekauft, um den Service des mobilen Internets nutzen zu können.

Erster Zugriff auf das mobile Internet durch GSM

Diese zunehmende Popularität ist vor allem auf Verbesserungen und Weiterentwicklungen der technischen Infrastruktur zurückzuführen, die einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs bei den Internetverbindungen bewirkte. Über das 1992 in Deutschland errichtete GSM-Netz (Global System für Mobile Communications, bekannt als „D-Netz“) war für die damaligen Mobilfunknutzer bereits die Möglichkeit gegeben, mobil auf das World Wide Web zuzugreifen; allerdings zu sehr geringen Geschwindigkeitsraten. Letzteres Problem wurde durch die Inbetriebnahme diverser Erweiterungen wie GPRS sowie EDGE (wird auf dem Smartphone über das Kürzel „E“ angezeigt) reduziert.

3G-Standard: bedeutende Einführung von UMTS

Ein sehr bedeutender Meilenstein in der Geschichte des mobilen Internets war die Einführung des Mobilfunkstandards UMTS (Universal Mobile Telecommunications System, bekannt als „3G“) im Jahr 2002, der gegenüber dem vorherigen 2G-Standard EDGE nochmals deutlich höhere Datenübertragungsraten realisierte – erst recht mit der UMTS-Erweiterung HSDPA (High Speed Download Packet Access), die Internetverbindungsgeschwindigkeiten, die mit DSL vergleichbar sind, möglich machte.

LTE – bis zu 300 Megabit pro Sekunde

Im Mai 2010 versteigerte die Bundesnetzagentur die Lizenzen für die Frequenzen des neuesten Mobilfunkstandards „Long Term Evolution“, kurz LTE. Bereits Ende August 2010 nahm die Deutsche Telekom den ersten Sendemast der besagten Technologie in Betrieb, der erste LTE-Surfstick mit speziellem Datentarif folgte im Dezember durch Vodafone. Da erwartet wird, dass die Nachfrage nach dem mobilen Internet weiter ansteigen wird, sollte mit LTE ein neuer Standard etabliert werden, welcher UMTS und HSDPA im Hinblick auf die Downloadgeschwindigkeiten nochmals übertrifft: Der sogenannte Mobilfunkstandard der vierten Generation verspricht Raten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde.

Author: Christoph

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