Verbraucherzentralen kritisieren Base-Tarife

Die E-Plus-Marke Base hat zum 1.06.2014 die Smartphone-Tarife geändert

Betroffen sind Kunden, die einen Kombi-Tarif aus der Rubrik „telefonieren & Surfen“ nutzen. Durch die Hintertür wird durch die neue Struktur die Datenflatrate abgeschafft. Das kritisieren Verbraucherzentralen, die diese Tarifgestaltung jetzt juristisch prüfen wollen.

Automatisches Aufladen beendet Datenflat

Hintergrund für die Kritik ist die Begrenzung des Datenvolumens in den Tarifen. Bei Überschreiten der Höchstgrenze wird jedoch nicht wie bei anderen Anbietern die Geschwindigkeit gedrosselt, sondern automatisch ein Datenpaket nachgebucht. Dagegen kann sich der Kunde nicht wehren. Abhängig vom Tarif werden 50 bzw. 100 MB nachgebucht. Das ist dreimal pro Monat möglich. Erst dann greift die Drosselung der Geschwindigkeit auf GPRS-Niveau. Geschieht dies drei Monate hintereinander, wird der Kunde automatisch in den nächsthöheren Tarif eingruppiert. Auch hier kann er sich nicht dagegen wehren.

Keine Kostenkontrolle mehr

Durch das automatische Nachbuchen von Datenpaketen verliert der Kunde die Kontrolle über die Kosten. Weder kann er das Nachbuchen verhindern, noch das mögliche Hochstufen verhindern. Dadurch entstehen im Zweifelsfall dauerhaft Mehrkosten, die der eigentlichen Tarifwahl entgegenstehen. Besonders kritisch werten Verbraucherschützer das Bewerben der Tarife mit „ist alles drin“ und mangelnde Transparenz. Denn die Tarifdetails für das Datenvolumen sind online unter einem Info-Button versteckt und nicht klar zu erkennen.

Ausnahme: Base Internet

Eine Ausnahme gibt es jedoch. Der Tarif Base Internet ist nicht betroffen. Dabei handelt es sich um einen Datentarif, der nur für Tablets verfügbar ist. Nach Überschreiten der Datenvolumengrenze wird bei diesem Base-Tarif einfach nur die Geschwindigkeit gedrosselt.

Ob die Base-Tarife mit dem automatischen Nachbuchen von Datenpaketen vor Gericht Bestand haben, muss abgewartet werden. Mit einem juristischen Einschreiten durch die Verbraucherzentralen ist zu rechnen. Nutzer sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und alternative Tarife für das mobile Surfen in Betracht ziehen.

Author: Christoph

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